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Der Maibaum und andere Bräuche zum 1. Mai

27. April 2012

Mit dem ersten 1. Mai assoziieren wir in erster Linie den „Feiertag“, den „Tag der Arbeit“. Doch am 1. Tag des Wonnemonats gibt´s nicht nur Umzüge und Demos, sondern auch jede Menge schöne Bräuche:
Die Maibaum-Tradition reicht bis in die Jahre um 1200 zurück. In Österreich wurde die Aufstellung eines Maibaums 1466 erstmals urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert ging es dem Maibaum dann an den Kragen: er wurde verboten. Im 19. Jhdt. wurde die alte Tradition dann wieder zum Leben erweckt, und bis heute erfreut sich der Brauch des Maibaumaufstellens ungebrochener Beliebtheit.
Ursprünglich wurde das Frühlingserwachen mit grünen Zweigen und Maien (Bäumchen) gefeiert, die während des Maibegrüßens als „Schmuckmaien“ dienten oder als „Ehren- oder Liebesmaien“ verschenkt wurden. Sie gelten als die historischen Vorläufer des Maibaums.
Da sie als erster Baum aus ihrer Winterstarre erwacht, wurde die Birke für Maien aller Art verwendet. Sie steht für Kraft, Anmut, Lebenswillen und Trost, Licht sowie Heiterkeit. Heutzutage wird besonders gerne die Fichte herangezogen. Sie treibt im Wonnemonat Mai aus und gilt daher als festliches Symbol für die Ankunft des Lichtes und der Wärme.

Verschiedene Bräuche
Die Maibräuche beginnen bereits in der Nacht vor dem 1. Mai, der Nacht, die Walpurgisnacht genannt wird. Früher wurde der Baum sogar erst in diesen Stunden gefällt und ins Dorf gebracht.
In besagter Nacht war es auch Usus, kleine Birkenbäumchen vor dem Fenster seiner Liebsten aufzustellen, wobei nicht jede Frau immer zuordnen konnte, wer der noble Spender war. Unliebsame Personen fanden dagegen am 1. Mai oft Gerümpel vor ihrer Tür…
Das Aufstellen des mit Kranz und Bändern geschmückten Maibaums ist in ganz Österreich vor allem im ländlichen Raum bis dato verbreitet. Um zu verhindern, dass dieser gestohlen wird, ist es in manchen Orten bis heute üblich, ihn in der Nacht zu bewachen. Falls es dennoch jemandem gelingen sollte, ihn zu stehlen, muss er von den Baumdieben mit Bier ausgelöst werden. Erst wenn der Baum wieder dort angekommen ist, wo er hin gehört, kann das Fest beginnen: mit Musik, Tanz und nicht zuletzt dem Maibaumkraxeln. Wer den glatten, weil geschälten Baum wagemutig bis zur Spitze erklimmt, dem gilt nicht nur die Ehre, es warten auch meist ganz besondere Preise …
Und nachdem sich ja das halbe Leben bereits online abspielt, kann man den Maibaum jetzt auch schon virtuell stehlen und dabei eine Kiste Bier gewinnen.

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